Sehbehinderungen im Alter
Alle Sinnesleistungen verschlechtern sich im Alter, wobei die Einbußen des Sehens sich besonders stark auf die Lebensqualität und die Bewältigung des Alltags auswirken.
Etwa ein Fünftel aller über 75-Jährigen leidet an Beeinträchtigungen des Sehens. Von der Alterssichtigkeit, die das Sehen in der Nähe ohne optische Korrektionsmittel unmöglich macht, ist jeder Mensch spätestens ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Diese Funktionseinbußen des Sehens wirken sich nicht nur nachteilig auf die Lebensqualität der Betroffenen aus. Auch die kognitiven Leistungen werden durch Leistungseinbußen des Sehens empfindlich beeinträchtigt.
Altersbedingte Seh- und Hörverschlechterungen werden in Zukunft in den entwickelten Ländern zu den zehn wichtigsten Krankheitslasten zählen, die für den Verlust gesunder Lebensjahre verantwortlich sind.
Die Verschlechterung des Sehens im Alter kann durch physiologische Alterungsprozesse des Auges und des Gehirns, aber auch durch chronisch degenerative Erkrankungen des Auges (Katarakt, altersbedingte Makuladegeneration) hervorgerufen werden. In vielen Fällen sind vergrößernde Sehhilfen ein Hilfsmittel und geben ein Stück Lebensqualität zurück. Daher gehört die Auswahl und Anpassung der richtigen Brillen zur Lebensqualität im Alter.