Das Auge unterschätzt Geschwindigkeiten besonders in der Dämmerung und in der Nacht. Die Bewegung eines Objektes wird um 30 Prozent geringer empfunden als sie tatsächlich beträgt. In der menschlichen Netzhaut sind etwa 110 Millionen lichtempfindliche Sinneszellen, die sogenannten Stäbchen eingebettet.
Sie sind vornehmlich für das Sehen bei Dämmerung und in der Nacht zuständig. Für das Scharf- und Farbensehen sind dagegen die ebenfalls in der Netzhaut liegenden sechs Millionen Zapfen zuständig.
Autofahrer müssen bei Nacht ständig zwischen Zapfen- und Stäbchensehen wechseln. Die Zapfenrezeptoren erfassen den Bereich des Scheinwerferkegels, die Stäbchen Bereiche im Dunkel. Bei Fehlsichtigkeit ist dieser Wechsel noch anstrengender als bei einem gesunden Auge und trägt daher noch zusätzlich zur raschen Ermüdung bei. Das Unfallrisiko steigt dadurch maßgeblich.
ENNS
ST. VALENTIN
MAUTHAUSEN
HAAG