Optik Lindorfer Imagefilm

Fragen rund ums Auge

Kontaktlinsen im Winter

Vorteile:

  • Keine angelaufenen Brillen
  • keine Schneeflocken auf der Brille
  • keine Regentropfen auf der Brille
  • kein Problem mit dem Sitz der Skibrille
  • Generell größeres Sichtfeld als mit Brillen, z.B. beim Wintersport

 

Nachteil:

Augen trocknen im Winter schneller aus. Sowohl im Freien, als auch in beheizten Innenräumen. Die kalte Luft im Winter ist wesentlich trockener und entzieht dem Auge daher auch mehr Flüssigkeit. Deswegen im Winter auf optimale Benetzung mit Flüssigkeit achten, um Rötungen zu vermeiden

Kontaktlinsenpflege

Kontaktlinsen müssen täglich gereinigt und über Nacht in einen Aufbewahrungsbehälter mit frischem Pflegemittel gelegt werden.

Davon ausgenommen sind die Ein-Tages-Kontaktlinsen.

 

Die Pflege von weichen bzw. harten, formstabilen Kontaktlinsen unterscheidet sich in der Anwendung der entsprechenden Pflege- und Reinigungsmittel.

Bitte unbedingt auf die Pflegehinweise des Herstellers achten.

Regelmäßig sind auch die Aufbewahrungsbehälter der Kontaktlinsen zu reinigen, bzw. nach etwa 3 Monaten zu ersetzen.

Bildschirmarbeitsplatz

  • Praktische Tipps für Ihre Augen bei der Gestaltung eines Bildschirmarbeitsplatzes.
  • Diffuses, gedämpftes Tageslicht ist gut für den Bildschirmarbeitsplatz
  • Bei künstlichem Licht sind in Längsrichtung der Sehachse montierte Rasterleuchten empfehlenswert
  • Farbige Beleuchtung ist eher ungeeignet
  • Der Monitor muss flimmerfrei sein
  • Der Monitor sollte möglichst entspiegelt sein, auch bei der Verwendung von Notebooks
  • Vermeiden Sie unbedingt Reflexionen am Monitor, dafür gibt es viele Ursachen wie
    • Helle Fensterflächen Schreibtischlampen
    • Schreibtischlampen
    • grelle Wände oder Einrichtungsgegenstände
  • Der Abstand vom Auge zum Bildschirm sollte idealerweise etwa 50 – 80 cm betragen
  • Die vertikale Bildschirmmitte sollte sich etwa in Augenhöhe befinden
  • Tragen Sie eine für den Nahbereich optimierte Bildschirmbrille
  • Machen Sie Arbeitspausen, in denen Sie die Augen auf entfernte Objekte richten (Blick aus dem Fenster … usw.)
  • Viele kurze Pausen entspannen die Augen mehr als eine lange Pause.

Kinderaugen und Sonnenstrahlen

Kinder sind sehr viel im Freien unterwegs. Bis zu 80% der UV-Strahlen können bei Kindern zur ungeschützten Netzhaut vordringen, da Kinderaugen klarer und lichtdurchlässiger sind.

Daher sollten Eltern bereits in der Kindheit auf den Schutz der Kinderaugen achten (und nicht erst in der Pubertät, wenn Kinder selber aus stylischen Gründen danach verlangen).

 

Spätestens im Erwachsenenalter auftretende Schäden können so minimiert werden. Die optimale Kindersonnenbrille filtert nicht nur alle UV-Strahlen zu 100%, sondern sorgt außerdem mit einem Blaulichtfilter für kontrastreiches und schärferes Sehen. Die klare Sicht kann zusätzlich durch entspiegelte, reflexfreie Gläser erhöht werden.

 

Weiter zu beachtende Punkte sind:

  • Eine Kindersonnenbrille solle robust sein, bruchsicher, kratzfest und darf keine scharfen Metallteile enthalten
  • Verwendung anatomisch geformter Nasenstege oder Nasenpads mit großer Auflagenfläche sind wichtig um guten Sitz und Tragekomfort zu gewährleisten
  • Die Bügel sollten das Ohr sicher umfassen, ohne jedoch zu drücken
  • Vor allem bei Kleinkindern sorgen verstellbare Neoprenbänder in trendigen Farben für besten Tragekomfort
  • Ausreichende Bedeckung der Augen auch von der Seite sorgen für vollständigen UV-Lichtschutz
  • Auswahl der optimalen Blendschutzkategorie (meist an Innenseite des Bügels vermerkt). „0“ absorbiert fast kein Licht, „4“ hingegen fast alles. Kategorie „2“ erscheint für Kinder optimal
  • Zusätzlich können Kappen oder Hüte vor unerwünschten Lichteinfall schützen

Scharf sehen auch unter Wasser

Die Welt unter Wasser ist unbeschreiblich schön. Tauchen macht jedoch nur bei gutem Sehen Spaß. Die Korrektur einer Fehlsichtigkeit wird für unvergessliche Eindrücke sorgen und schützt Sie vor zusätzlichen Gefahren. Dabei ist einiges zu beachten:

 

  • Objekte unter Wasser werden etwa um ein Drittel größer wahrgenommen, daher hat mancher Fehlsichtige unter Wasser das Gefühl, besser zu sehen. Tatsächlich ist ein Sehschärfenanstieg jedoch nicht vorhanden.
  • Korrektur der Fehlsichtigkeit ist auch unter Wasser notwendig, denn mit der Vergrößerung der Objekte werden auch die Unschärfen mitvergrößert. Trübungen und Schwebeteilchen im Wasser tragen dazu noch erschwerend bei. Optisch auskorrigierte Taucher erleiden bei Wassertrübungen „nur“ einen Kontrastverlust – profitieren aber von der scharfen Abbildung. Die Sehschärfe entscheidet letztendlich, ob trotz mangelnden Kontrast die Umgebung noch gut wahrgenommen wird.
  • Tauchen ohne optimale Sehleistung ist gefährlich. Unkorrigierte Fehlsichtigkeiten gefährden einen sowohl selbst als auch den Tauchpartner! Das Sehen von Details an der Ausrüstung des Tauchpartner und der besuchten Tauchplätze entscheiden manchmal zwischen einem positiven und negativen Taucherlebnis. Plötzlich einsetzende Strömungen müssen frühzeitig erkannt werden. Diese Strömungen können unter anderem an Wasserwirbel, an der Riffbeschaffenheit, an der Stellung von Gewächsen und an der Bewegung der Schwebestoffe erkannt werden.
  • Zudem steuern unter Wasser unsere Augen auch vermehrt das Gleichgewichtssystem. Im Falle einer ungenügenden Korrektur ist somit auch der Gleichgewichtssinn mit beeinträchtigt.
  • Fertig-Tauchmasken vs. Kontaktlinsen: Die im Handel erhältlichen Fertig-Tauchmasken mit optischer Korrektur sind nicht optimal angepasst, da zumeist für jedes Auge ein unterschiedlicher Korrektionswert maßgeblich ist und beim Einarbeiten in die Tauchmaske auch auf die optische Zentrierung achtgegeben werden muss. Falsch zentrierte Gläser induzieren eine prismatische Wirkung. Bereits geringe prismatische Wirkungen können Doppelbilder und Beschwerden verursachen.
  • Kontaktlinsen sind eine perfekte Alternative und oftmals die bessere Lösung im Vergleich zu optischen Tauchmasken.

Autofahren bei Nacht

Das Auge unterschätzt Geschwindigkeiten besonders in der Dämmerung und in der Nacht. Die Bewegung eines Objektes wird um 30 Prozent geringer empfunden als sie tatsächlich beträgt. In der menschlichen Netzhaut sind etwa 110 Millionen lichtempfindliche Sinneszellen, die sogenannten Stäbchen eingebettet.

Sie sind vornehmlich für das Sehen bei Dämmerung und in der Nacht zuständig. Für das Scharf- und Farbensehen sind dagegen die ebenfalls in der Netzhaut liegenden sechs Millionen Zapfen zuständig.

Autofahrer müssen bei Nacht ständig zwischen Zapfen- und Stäbchensehen wechseln. Die Zapfenrezeptoren erfassen den Bereich des Scheinwerferkegels, die Stäbchen Bereiche im Dunkel. Bei Fehlsichtigkeit ist dieser Wechsel noch anstrengender als bei einem gesunden Auge und trägt daher noch zusätzlich zur raschen Ermüdung bei. Das Unfallrisiko steigt dadurch maßgeblich.

Worauf muss ich beim Kauf einer Sonnenbrille achten?

Beim Kauf einer Sonnenbrille sollten Konsumenten vor allem auf eine gute Beratung durch ein qualifiziertes Fachpersonal achten. Neben einem guten UV-Schutz muss die Sonnenbrille eine gute Passform passend zum Gesicht aufweisen. Weitere Kriterien sind:

 

  • Gute Beratung durch geschultes Fachpersonal (Augenoptiker)
  • sehr gute Passform, speziell bei sportlicher Betätigung
  • guter UV-Schutz
  • eine korrekte Bügellänge
  • verzerrungsfreie, geschliffene Gläser
  • nach Möglichkeit bruchsichere Kunststoffgläser (speziell für Kinder)

Warum ist eine schlechte Sonnenbrille schädlicher als keine?

Wer eine getönte Sonnenbrille trägt, dessen Pupillen sind aufgrund der Abdunkelung weiter offen als ohne Sonnenbrille. Hat die Sonnenbrille nun aber keinen UV-Schutz, dringt mehr Licht in das Auge – und somit auch mehr UV-Strahlen - als wenn man gar keine Sonnenbrille tragen würde.

Sagt die Farbe der Gläser etwas über den UV-Schutz einer Sonnenbrille aus?

Nein, der UV-Schutz ist unabhängig von der farblichen Tönung des Glases. Selbst bei den meisten nicht getönten Brillengläsern sind UV Filter integriert.

Wie und warum wird eine Sonnenbrille angepasst?

Eine Sonnenbrille hat natürlich nur ihre volle Wirkung, wenn sie das Auge auch zur Gänze abdeckt und vor seitlichen bzw. oben eindringenden Strahlen schützt. Daher ist eine gute Passform unbedingt Voraussetzung. Der Augenoptiker nimmt diese Anpassung fachmännisch vor. Beim Sonnenbrillenkauf im Supermarkt fehlt diese Anpassung leider.

Geschliffene vs. gepresste Gläser

Sonnenbrillen mit gepressten Gläsern zum Schnäppchenpreis verzerren und brechen das eintreffende Licht, die Folge ist ungenaues und teilweise verschwommenes Sehen. Sonnenbrillen vom Optiker haben geschliffene Gläser und ermöglichen so auch perfektes Sehen.

Polarisationsfilter

Sonnenbrillen mit Polarisationsfilter ermöglichen vor allem bei spiegelnden Oberflächen ein blendungsfreies Sehen, zum Beispiel am Meer oder bei nasser Straße. Fotografen verwenden Polarisationsfilter auf Objektiven, um z.B. Spiegelungen auf der Wasseroberfläche zu vermeiden. Fischer profitieren davon, dass sie die spiegelnde Wasseroberfläche nicht wahrnehmen und in das Gewässer „hinein“ sehen. Dadurch können die Fische besser wahrgenommen werden.

Blaulichtfilter

Augenoptiker raten zunehmend zur Verwendung von sogenannten Blaublockern bei Brillen. Es zeigte sich bisher in einigen Studien, dass kurzwelliges, sichtbares Licht das Risiko von Augenerkrankungen erhöhen könnte. Dieses Licht ist besonders energiereich und sorgt im Auge für zusätzliches „Streulicht“, dass zur Überblendung des Auges beitragen kann.

Sehbehinderungen im Alter

Alle Sinnesleistungen verschlechtern sich im Alter, wobei die Einbußen des Sehens sich besonders stark auf die Lebensqualität und die Bewältigung des Alltags auswirken.

Etwa ein Fünftel aller über 75-Jährigen leidet an Beeinträchtigungen des Sehens. Von der Alterssichtigkeit, die das Sehen in der Nähe ohne optische Korrektionsmittel unmöglich macht, ist jeder Mensch spätestens ab dem 50. Lebensjahr betroffen. Diese Funktionseinbußen des Sehens wirken sich nicht nur nachteilig auf die Lebensqualität der Betroffenen aus. Auch die kognitiven Leistungen werden durch Leistungseinbußen des Sehens empfindlich beeinträchtigt.

Altersbedingte Seh- und Hörverschlechterungen werden in Zukunft in den entwickelten Ländern zu den zehn wichtigsten Krankheitslasten zählen, die für den Verlust gesunder Lebensjahre verantwortlich sind.

Die Verschlechterung des Sehens im Alter kann durch physiologische Alterungsprozesse des Auges und des Gehirns, aber auch durch chronisch degenerative Erkrankungen des Auges (Katarakt, altersbedingte Makuladegeneration) hervorgerufen werden. In vielen Fällen sind vergrößernde Sehhilfen ein Hilfsmittel und geben ein Stück Lebensqualität zurück. Daher gehört die Auswahl und Anpassung der richtigen Brillen zur Lebensqualität im Alter.

Visusabfall

Vergrößernde Sehhilfen haben die Aufgabe, die Verringerung der Sehleistung, sprich den Visusabfall durch Vergrößerung der Netzhautbilder zu kompensieren.

Mittels optisch oder elektronisch vergrößernden Sehhilfen kann bei sehbehinderten Menschen die Lesefähigkeit für Zeitungsdruck wiederhergestellt werden. Dadurch wird die Selbstständigkeit des Betroffenen unterstützt oder erst möglich. Darüber hinaus steigert eine selbstständige Lebensführung auch das Selbstwertgefühl.

Die Sehbehinderung und die dadurch notwendig werdenden vergrößernden Sehhilfen müssen vom Betroffenen akzeptiert werden. Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Versorgung ist der Lesewunsch und die notwendige Motivation.

Ein Ziel, das bei der Versorgung mit vergrößernden Sehhilfen erreicht werden soll, ist wieder Zeitungsdruck lesen zu können, d.h. den sehbehinderten Menschen mit Hilfe von entsprechenden optischen oder elektronischen Hilfsmitteln in die Lage zu versetzen als hätte er 50% Restsehvermögen, was für das Lesen von Zeitungsdruck ausreichend ist; oder ihn so zu versorgen, dass er eine Sehschärfe von mindestens 10% erreicht, um sich wieder alleine im Freien und ohne fremde Hilfe am Tage in bekannter Umgebung zu orientieren.

Low Vision

Der Begriff „Low Vision“ umfasst eine interdisziplinäre und ganzheitliche Betreuung und Versorgung eines sehbehinderten Menschen. Der Begriff kommt aus dem englisch sprechenden Raum und bedeutet in der direkten Übersetzung: „eingeschränkt sehfähig“ oder „eingeschränktes Sehen“. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Begriff „Sehbehinderung“ verwendet, was aber das eigentliche Problem nicht genau trifft.

Eine ganzheitliche Betreuung umfasst:

  • Die Beurteilung der Sehfunktionen, der Refraktion (Fehlsichtigkeit), der Lesefähigkeit und des Vergrößerungsbedarfs
  • Ggf. Optimierung der Stärke des Brillenglases
  • Anpassung vergrößernder Sehhilfen: - Optisch vergrößernde Sehhilfen - Elektronisch vergrößernde Sehhilfen
  • Informationen zu adäquaten Beleuchtungsmöglichkeiten und ergonomischen Hilfen

 

Zu einer umfassenden Low Vision-Betreuung gehören aber noch weitere Rehabilitationsmöglichkeiten, so z.B.:

  • Informationen und Adressen der Frühförderung sehgeschädigter Vorschulkinder
  • Regelschulbetreuung
  • Spezielle Schulen
  • Berufsförderungswerke
  • Möglichkeiten der beruflichen Wiedereingliederung
  • Erlernen blindentechnischer Grundkenntnisse
  • Psychologische Betreuung

 

Eine „Low Vision“ Betreuung umfasst somit die Bereiche Diagnostik, Therapie, Rehabilitation, Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe.

Seit wann gibt es Sonnenbrillen?

Sogar im alten Rom war Sonnenschutz für die Augen ein Thema. Kaiser Nero (37–68 n. Chr.) beobachtete Gladiatorenkämpfe zum Schutz vor grellem Sonnenlicht durch grüne Smaragde. Im 15. Jahrhundert wurden Brillen gegen die Blendwirkung der Sonne mit farbigen Brillengläsern versehen. Im Jahr 1752 stellte der Konstrukteur James Ayscough Brillen mit Rauchglas vor.

Zumindest der Form nach war Ayscoughs Entwurf ein Lichtschutz für die Augen, der den heutigen Brillenformen ähnelte. Viele Originalbrillen verschiedenster Ausführung (aus Eingläser) mit gelben, grünen, blauen oder roten Gläsern aus dem 18. Jahrhundert sind noch erhalten. Mit Stoff und Leder wurde bei manchen Modellen damals schon zusätzliches Streulicht von der Seite vom Auge abgehalten. Eine Studie des Schweizer Alfred Vogt wies schädliche Auswirkungen der UV-Strahlung im Jahr 1908 nach. Doch schon 1905 entwickelte Josef Rodenstock die ersten Gläser, die wirksam den UV-Anteil des Lichts wegfilterten.

Seit den späten 1930er Jahren wiesen immer mehr Mediziner auf die gefährlichen Einflüsse für die Augen bei übermäßigem Sonnenlicht hin. Auch modische Aspekte halfen seit dieser Zeit einer zunehmenden Akzeptanz der Sonnenbrille in der Gesellschaft. Die Sonnenbrille wurde zunehmend ein Marken- und ein Massenartikel. Ein Sonnenbrillenboom begann.

Seit wann gibt es Brillen?

Die Erfindung der Brille war ein großer kultureller Fortschritt für die Menschheit. Anfangs konnten nur konvexe Sehhilfen zur Kompensation der Alterssichtigkeit hergestellt werden. Erst mit Hilfe der Brille konnten alterssichtig gewordene Gelehrte weiterhin lesen und schreiben. In weiterer Folge, etwa um die Mitte des 15.Jahrhunderts, wurden auch konkav geschliffene Gläser zur Korrektion der Kurzsichtigkeit gefertigt.

Nach 700 Jahren Entwicklung ist es für uns heute selbstverständlich, Brillen in verschiedensten Qualitätsklassen käuflich erwerben zu können. Dies war nicht immer so. In früheren Zeiten waren Sehhilfen kleine Kunstwerke des Brillenmacherstandes. Aber auch heute noch gibt es Unterschiede zwischen einer Qualitätsbrille und einem billigen Sehbehelf.

Die als Sehhilfe für beide Augen auf die Nase gesetzte Lesebrille wurde Ende des 13. Jahrhunderts in der Toskana erfunden. Die ersten Brillen, die in Europa vor 1300 aufkamen, hatten noch keine Bügel und besaßen konvex geschliffene Linsen, die nur für weit- oder alterssichtige Menschen geeignet waren.

Die Möglichkeit, eine Kurzsichtigkeit mittels konkaven bzw. bikonkaven Zerstreuungslinsen zu korrigieren, ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Ein weiterer Schritt ist die Entwicklung der Bifokalbrille, als deren Erfinder Benjamin Franklin gilt.

Die ersten Korrekturgläser für einen Astigmatismus erfand 1825 der britische Astronom George Airy. Auch die Entwicklung der Brillenfassungen machte Fortschritte. Der englische Optiker Edward Scarlett baute 1727 die erste Brillenfassung, deren Bügel über den Ohren verliefen. Diese waren anfangs jedoch nicht sonderlich erfolgreich, so dass Alternativen in Form von Lorgnon, Monokel oder Zwicker teils bis ins 20. Jahrhundert ebenso verbreitet waren.

Das erste Gleitsichtglas wurde im Jahr 1959 in Frankreich von der Société des Lunetiers auf den Markt gebracht und trug die Bezeichnung Varilux. Die ständigen Weiterentwicklungen, die bis heute von unterschiedlichen Unternehmen erbracht werden, dienen in erster Linie der Verbesserung der Abbildungsqualität bei gleichzeitiger Reduzierung optischer und kosmetischer Nebenwirkungen sowie der Sicherheit und dem Tragekomfort.

 

Acetat

Ist der meistverwendete Kunststoff für Brillenfassungen. Die Brille wird aus Acetatplatten gefräst. Acetat hat sich auch aufgrund seiner guten Hautverträglichkeit für die Brillenfertigung bewährt. Dieses Material ist ein Naturprodukt, dessen Grundstoff auf Baumwollfasern basiert. Durch erwärmen des Materials kann der Sitz der Brille an individuelle Bedürfnisse angepasst werden, um einen hohen Tragekomfort erzielen zu können.

 

Akkommodation

Unter Akkommodation versteht man die Anpassung der Brechkraft („scharfstellen“) des Auges von einem nahen Punkt zu einem fernen Punkt (z.B. vom Bildschirm aus dem Fenster raus auf den Baum im Park). Diese Fähigkeit geht im Laufe der Jahre verloren. Aus diesem Grund benötigt man Früher oder Später eine Brille, die beim Blick in der Nähe das Auge zusätzlich unterstützt. Der Volksmund sagt hierzu: LESEBRILLE

 

Adaptationsfähigkeit

Als Adaption bezeichnet man die Anpassungsfähigkeit des Auges an einen Wechsel der Lichtverhältnisse. Diese Anpassungsfähigkeit reduziert sich im Alter. Es kommt zu einer höheren Lichtempfindlichkeit, welche durch eine optimale Sonnenbrille behoben werden kann.

 

Bifokalgläser

Sie ermöglichen scharfes Sehen in zwei unterschiedlichen Entfernungen. Im oberen Teil des Glases befindet sich der Fernbereich, im unteren Teil der Nahbereich.

Bulbus

Als Bulbus wird der Augapfel in der Fachsprache bezeichnet.

Bindehaut

Die Bindehaut beginnt an der Lidkante und überzieht die hintere, dem Augapfel zugewandte Fläche der Augenlider. Dieser Schleimhautüberzug verteilt beim Lidschlag die Tränenflüssigkeit über der Hornhaut (Cornea). Etwa in Höhe der Basis der Augenlider bildet die Bindehaut eine bewegliche Falte aus, verläuft nach vorn und verbindet sich mit der Weißen Augenhaut. Die Bindehaut grenzt an die Hornhaut.

Blaublocker

Sie werden auch als Kantenfilter bezeichnet. Verwendung finden Sie bei speziellen Sonnenbrillengläsern, die die Blendung minimieren und den Kontrast erhöhen. Sie blockieren das energiereiche, blaue Spektrum des Lichts.

Komfortfilter

Komfortfilter sind die gemäßigte Form von Blaublockern oder Kantenblockern. Sie haben nur eine dämpfende Wirkung für das energiereiche, blaue Lichtspektrum.

Katarakt

Als Katarakt wird die Eintrübung der Augenlinse bezeichnet. Im Volksmund auch „grauer Star“ genannt. Ist die Eintrübung so weit fortgeschritten, dass eine Brille keine zufriedenstellende Verbesserung mehr erbringen kann, wird der graue Star operativ entfernt.

Iris

Die Iris ist jene Haut im Auge, die für die Farbgebung zuständig ist. Besser bekannt ist sie unter dem Namen REGENBOGENHAUT. Die Farbe variiert wie bei der Haarfarbe durch die Anzahl an Pigmentzellen. Wenig Pigment erzeugen helle (graue, blaue) Augen, viel Pigment erzeugt eine dunkelbraune Augenfarbe. Die Iris ist jedoch für eine viel wichtigere Aufgabe zuständig. In der Iris befinden sich Muskel, die für die Lichtregulierung zuständig sind. Die Iris wirkt somit als Blende für das Auge.

Dioptrien

Die Bezeichnung dient als Maß für die Brechkraft von Licht in der Optik.

Epithel

Das Epithel ist die äußerste Schicht der Hornhaut und besteht seinerseits aus zumindest 5 übereinander gelagerten Zellschichten.

Gelber Fleck

So wird der Punkt des schärfsten Sehens bezeichnet.

Glaskörper

Der Glaskörper ist ein mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllter Körper, der maßgeblich für die Formgebung des Augapfels zuständig ist.

Grüner Star

Eine Erkrankung des Auges, in der Fachsprache als Glaukom bezeichnet. Es entsteht ein zu hoher Augeninnendruck, der für einen krankhaften Verlust von Nervenfasern der Netzhaut zuständig ist. Wird dieser Zustand nicht behandelt, kann dies bis zur vollständigen Erblindung führen.

Gleitsichtbrille

Eine Gleitsichtbrille ist die einzige Brille, die es dem Träger ermöglicht von der Nahposition bis in die Ferne wieder stufenlos scharf zu sehen.

Konvex

Bedeutet „eine Wölbung nach außen“.

Konkav

Bedeutet „eine Wölbung nach innen“.

Low Vision

Fasst die Betreuung von Menschen mit stark verminderter Sehfähigkeit zusammen.

Nachtblindheit

Bedeutet das Nachlassen des Sehvermögens speziell bei Dunkelheit. Verschiedene Augenerkrankungen sind meist die Ursache.

Retina

Als Retina wird die Netzhaut bezeichnet.

Polarisationsfilter

Oft kurz auch als Pol-Filter bezeichnet. Sie mindern die Spiegelung (Reflexionen) von Licht auf Objekten (z.B. Wasser, Schnee).

Refraktion

Wird einfach als Messung der Augenstärke bezeichnet.

Stäbchen

Sinneszellen des Auges, verantwortlich für das Unterscheiden von hell und dunkel.

Zapfen

Sinneszellen des Auges, verantwortlich für das Sehen von Farben.

Visus

Sehstärke, Sehschärfe

UV-A Strahlung

Ultraviolette Strahlung im Bereich von 315 - 380 Nanometer (Millionstel Millimeter).

UV-B Strahlung

Ultraviolette Strahlung im Bereich von 280 - 315 Nanometer (Millionstel Millimeter).

UV-Blocker

Gläser, die die energiereiche Strahlung absorbieren.

UV-C Strahlung

Ultraviolette Strahlung im Bereich von 200 - 280 Nanometer (Millionstel Millimeter) Die UV-C Strahlung ist die einzige UV-Strahlung die nicht bis zu unserem Auge gelangt. Sie wird durch die Erdatmosphäre herausgefiltert.

Tonometrie

Messung des Augen-Innendrucks Phototropes Glas So wird selbsttönendes Glas bezeichnet, das unter Wirkung von UV-Strahlen die Lichtdurchlässigkeit der Gläser verändert.

Blinder Fleck

Oder Papille, So wird jener Bereich der Netzhaut bezeichnet, wo der Sehnerv das Augeninnere nach außen verlässt. An dieser Stelle besitzt die Netzhaut keine Lichtrezeptoren. Der blinde Fleck wird jedoch nicht als blind wahrgenommen, da unser Gehirn aufgrund von Erinnerungen und Bildern des anderen Auges den Bildausfall ergänzt.

Rot Grün Sehschwäche

Oft auch als Farbenblindheit bezeichnet. Sie kann wenig bis intensiv ausgeprägt sein. Betroffene nehmen die Farben Rot und Grün nicht intensiv wahr, oder sehen die beiden Farben überhaupt als Grauwerte. Die Farbenblindheit stellt einen genetischen Defekt dar, als Ursache gilt ein Defekt in der Funktion der Zäpfchen, welche auf unserer Netzhaut angesiedelt für das Farbsehen zuständig sind. Teilweise Abhilfe schafft eine sogenannte Rot-Grün-Brille der Fa. EnChroma, die für Betroffene ein etwas deutlicheres Farbbild liefert.

Winkelfehlsichtigkeit

Im Volksmund auch „schielen“ genannt. Beide Augen bewegen sich beim Sehen üblicherweise synchron (stereoskopisches Sehen). Bei Winkelfehlsichtigkeit liegt eine oft nur minimale Abweichung in der Synchronität vor.

Cornea

Ist der lateinische Fachbegriff für die Hornhaut unseres Auges.

Hyperopie

Fachbegriff für die Weitsichtigkeit. Bei der Weitsichtigkeit ist der Abstand von der Hornhaut zur Netzhaut des Auges zu kurz, oder die Brechkraft ist zu gering. Der Brennpunkt einfallender Lichtstrahlen liegt daher erst hinter der Netzhaut, das Bild erscheint unscharf.

Myopie

Fachbegriff für die Kurzsichtigkeit. Bei der Kurzsichtigkeit ist der Abstand von der Hornhaut zur Netzhaut zu lang, oder die Brechkraft zu stark. Der Brennpunkt einfallender Lichtstrahlen liegt also vor der Netzhaut. Dadurch entsteht ein unscharfes Bild.

Weitsichtigkeit

Fachbegriff ist die sogenannte Hyperopie. Bei der Weitsichtigkeit ist der Abstand von der Hornhaut zur Netzhaut des Auges zu kurz, oder die Brechkraft ist zu gering. Der Brennpunkt einfallender Lichtstrahlen liegt daher erst hinter der Netzhaut, das Bild erscheint unscharf.

Kurzsichtigkeit

Fachbegriff ist die sogenannte Myopie. Bei der Kurzsichtigkeit ist der Abstand von der Hornhaut zur Netzhaut zu lang, oder die Brechkraft zu stark. Der Brennpunkt einfallender Lichtstrahlen liegt also vor der Netzhaut. Dadurch entsteht ein unscharfes Bild.

Vorderkammerlinse

Bezeichnung für eine künstliche Linse, die in der Vorderkammer des Auges, zwischen Regenbogenhaut und Hornhaut eingesetzt wird.

Was ist Kurzsichtigkeit?

Kurzsichtigkeit oder Myopie ist eine Fehlsichtigkeit der Augen, die durch ein Missverhältnis zwischen der Länge des Auges und der Brechkraft des Auges entsteht. Das Auge ist im Verhältnis zur Brechkraft zu lang oder die Brechkraft ist zu hoch. Weit entfernte Objekte werden vor der Netzhaut abgebildet und unscharf wahrgenommen.

 

Wie bemerke ich, dass ich kurzsichtig bin?

  • Das Sehen in der Ferne ist unscharf.
  • In der Schule oder dem Studium, wenn die Schrift auf der Tafel nicht mehr lesbar ist.
  • Beim Autofahren, wenn Sie die Schilder nicht rechtzeitig erkennen können.
  • Die Augen werden zusammen gekniffen, um scharf zu Sehen.

Was ist Weitsichtigkeit?

Weitsichtigkeit oder Hyperopie ist eine Fehlsichtigkeit der Augen, die durch ein Missverhältnis zwischen der Länge des Auges und der Brechkraft des Auges entsteht. Das Auge ist im Verhältnis zur Brechkraft zu kurz oder die Brechkraft ist zu gering.  Nahe Objekte werden hinter der Netzhaut abgebildet und unscharf  wahrgenommen.

 

Wie bemerke ich, dass ich weitsichtig bin?

  • Das Sehen in der Nähe ist unscharf oder anstrengend.
  • Geringe Weitsichtigkeit wird durch die Augenlinse ausgeglichen und nicht bemerkt.
  • Sie haben häufig Kopfschmerzen, müde Augen oder Augenschmerzen.

Was ist eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus/ Stabsichtigkeit)?

Eine Hornhautverkrümmung ist eine altersunabhängige Fehlsichtigkeit, die bei Kurz- und Weitsichtigkeit auftreten kann.

Bei der Hornhautverkrümmung ist die Hornhaut nicht kugelförmig (sphärisch), sondern deformiert. In senkrechter und waagrechter Richtung ist die Hornhaut stärker oder schwächer gekrümmt. Dadurch werden  parallel einfallende Lichtstrahlen nicht zu einem  Punkt vereinigt, sondern zu einer Linie verzogen. Dies bedeutet, dass z.B. runde Objekte strich- oder stabförmig erscheinen.

 

Wie bemerke ich, dass ich eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) habe?

  • Sie sehen in allen Entfernungen unscharf, verschwommen.
  • Objekte, die Sie anschauen sind verzerrt.
  • Bemühungen Bilder scharf einzustellen, führen zu Beschwerden wie Augenbrennen und Kopfschmerzen.

Was ist Alterssichtigkeit (Presbyopie)?

Mit zunehmendem Alter fällt das Sehen in der Nähe immer schwerer.

Das ist ganz normal und hängt damit zusammen, dass die Augenlinse im fortschreitendem Alter an Elastizität verliert. Dadurch wird die Anpassungsfähigkeit der Linse beeinträchtigt, denn für das Sehen in der Nähe muss sich die Augenlinse auf nahliegende Objekte einstellen. Diese Einstellung von Ferne auf Nähe wird als Akkommodation (Naheinstellungsvermögen) bezeichnet. Bei allmählichem Verlust der Akkommodation rückt der Nahpunkt immer mehr in die Ferne. Betroffene Personen  halten Gegenstände weiter vom Auge entfernt, um sie wieder scharf sehen zu können. Die Arme werden beim Zeitung- oder Buchlesen immer länger. Kleingedrucktes kann nicht mehr gut erkannt werden (z.B. Preisschilder).

 

Wie bemerke ich, dass ich alterssichtig bin?

  • Das Lesen bei schwacher Beleuchtung fällt Ihnen schwer.
  • Bei der täglichen Naharbeit müssen Sie die Dinge oft weiter weg halten.
  • Sie möchten wieder in jeder Entfernung  alles scharf sehen können.
  • Die Augen fühlen sich müde und angestrengt an.

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